BC steht vor der Tür – und wer macht auf?

Bald, ja bald ist es soweit. Präziser heißt das: In 3 Tagen ist das offizielle Release von Burning Crusade, der lang ersehnten Erweiterung von World of Warcraft. Nachdem gestern die Beta-Server nach einem würdigen Abschlussevent heruntergefahren wurden stellen sich jedoch viele Spieler die Frage: Was tun?

Denn die Wartezeit ist alles andere als angenehm. Diejenigen, die nicht das Glück hatten, an der Beta teilzunehmen, wissen, welch Probleme sich vor allem in den letzten Tagen einstellten, denn der vor kurzem erschienene Patch 2.0.3 erleichtert einem das Spielen wahrlich nicht. Und obwohl heute ein Hotfix für zumindest einige Bugs veröffentlicht wurde, sind viele der wirklich bösen Fehler, über die viele Spieler klagen, noch immer nicht behoben. So wurde mir zu Ohren getragen, dass viele Raids ausfielen, da das Raidinterface von Blizzard etwas vermurkst wurde – es gibt neue Features, doch man kann sie nicht vernünftig nutzen. Dazu fragen sich viele, ob sich raiden überhaupt noch lohnt, jetzt da es bald von grünen Items wimmeln wird, die bisherige rare und gar epische ablösen werden.

Ist PVP die Lösung? So mancher versucht noch vor dem Release schnell die restlichen Ehrenpunkte zu sammeln, um für den Start in der Scherbenwelt gerüstet zu sein, doch ob auch dies immer klappt bleibt in den Raum gestellt. Vielleicht noch ein bisschen Questen und den Goldbestand für neue Fähigkeiten, Auktionshausgegenstände und das epische Flugmount aufstocken? Aber kriegt man nicht eh in der Zeit von Level 60 auf 70 genug Gold zusammen?

So viele Aspekte sind noch unbeantwortet und die Spielmoral ist tiefer, als sie es vielleicht sein sollte. Der Ausblick auf überlastete Loginserver und Webseiten am Tag des Erscheinens von BC -und an den Tagen danach!- lässt viele Leute schaudern, denn jeder möchte doch endlich die neue Welt erkunden.

Gibt es genug Quests? Wie sind diese beschaffen? Wieder nur stupides Töten oder gibt es neue Ideen?
Sind die Belohnungen gut? Vielleicht zu gut? Oder war alles doch nur unnötige Panikmache?
Ist die Respawnzeit der Questmobs auf die anstürmenden Massen angepasst, wie einst in Silithus, oder wird es Warteschlagen vor bestimmten Gegnern geben?
Und wann wird man überhaupt vernünftig spielen können? In 3 Tagen? In 4? In einer Woche? Oder entgegen jeder Erwartung doch, sobald das AddOn installiert ist?

So viele Fragen, so wenige Antworten. Doch es sind ja nur noch 3 Tage. 3 quälend lange Tage für viele. Andere nutzen die Zeit um restliche Arbeiten im sogenannten „Reallife“ zu erledigen, damit man auch gleich genug Zeit mitbringt, die das Leveln unweigerlich erfordern wird. Was man auch noch tun mag, in der Zeit die uns mit der „alten“ World of Warcraft bleibt, die Wartezeit vergeht nicht schneller. So bleibt wohl kaum etwas anderes übrig, als noch die letzten Vorbereitungen zu treffen, die man eben treffen muss, sei es das restliche Erfarmen von Gold, dem Sammeln von Ehre oder der Vorbereitung für neue Auktionshausverkäufe.

Wie dem auch sei – es sind noch 3 Tage. Und auch diese Zeit wird vorüberstreichen, besonders wenn man sich im Hinterkopf behält, dass es die World of Warcraft nun immerhin schon 2 Jahre lang gibt und die Faszination nur bei wenigen Spielern seitdem gebrochen wurde. Was sind da schon weitere 3 Tage?

Oder vielleicht doch 4 oder 5? Denn es hängt nicht zuletzt nur an Blizzard, sondern auch an den Einzelhändlern und deren Lieferzeiten. Und da dies viele Leute wissen, gibt es ja sogar den sogenannten „Mitternachtsverkauf“ in einigen Städten. Wohl nie zuvor werden sich so spät so viele Zocker in Kaufhäusern aufgehalten haben, nur in der spannenden Erwartung, doch noch schnell ein Exemplar von Burning Crusade abgreifen zu können.

Mein unverbindlicher Tipp: Abwarten und Disteltee trinken, es wird mit Sicherheit besser. Die vorhandenen Bugs werden gefixt werden, die Warteschlangen werden verschwinden – und die Server hoffentlich nicht gesplittet werden. Nur ein klein wenig Durchhaltevermögen brauchen wir noch.

Und vielleicht noch ein ganz klein wenig mehr.