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  1. #16
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    Als sie den Raum betraten, waren bereits zwei Mitglieder der Stadtwache anwesend. Die Leichen hingen noch immer an die Schränke gepinnt, aber man hatte bereits weiße Laken geholt, um sie darin einzuwickeln. Renald, der unterwegs ein seltsames Prickeln im Nacken gespürt hatte, sah sich misstrauisch um.
    „Ihr habt fünf Minuten.“, sagte Reya knapp. „Dann werden die Leichen abgenommen und eingepackt.“
    Renald nickte nur kurz und ging auf die entstellten Leichname zu. Bei Tageslicht bestätigte sich sein Eindruck noch. Er sog den modrigen Verwesungsgestank im Raum durch die Nase auf. Dann wandte er sich wortlos zu dem Bett um und inspizierte die blutverschmierten Leichen. Abermals atmete er tief ein, schien den Blutgeruch förmlich aufzusaugen. Dann richtete er sich auf und sah die Stadtwächterin an. „Wie lautet Eure Version des Tathergangs, wenn ich fragen darf?“
    Nach kurzer Überlegung entschied sich Reya, es ihm zu erzählen. „Der Menge an Blut nach zu urteilen, sind die Opfer auf dem Bett ermordet worden, wahrscheinlich im Schlaf überrascht. Danach hat man ihnen…“, sie schluckte kurz. „Die Haut von den Gesichtern entfernt und sie an die Schränke gepinnt.“
    Renald lächelte kurz. „Fällt Euch etwas an dem Blut auf dem Laken auf?“
    Reya stutze. „Was sollte mir auffallen? Es ist rot, mittlerweile stark eingetrocknet und ziemlich viel.“
    „Es ist Schweineblut.“
    Die junge Stadtwächterin weitete ihre Augen verwirrt. „Schweineblut? Woher wollt Ihr das wissen?“
    Der Mann zuckte die Schultern. „Geruch, Konsistenz. Und es ist zu gleichmäßig verteilt um bei einem tätlichen Angriff verspritzt worden zu sein. Offenbar will uns hier jemand glauben machen, dass die beiden im Bett ermordet wurden. Diese beiden armen Seelen…“, er nickte zu den Leich am Schrank hin, die gerade von den zwei anderen Stadtwachen abgenommen und in Laken gewickelt wurden. „Diese armen Seelen sind nicht in diesem Raum gestorben. Man hat sie an einem anderen Ort getötet und dann hierher geschafft. Dann hat der Mörder das Schweineblut auf dem Bett verteilt, um den Eindruck zu erwecken, sie währen im Schlaf erstochen worden.“ Nachdenklich strich er sich über das stoppelige Kinn.
    Reya starrte ihn völlig verwirrt an. „Woher wollt Ihr das wissen? Verschweigt Ihr mir etwas?“
    Renald ging nicht auf die Frage ein. „Wann sagtet Ihr, wurden die vermutlichen Opfer das letzte Mal im Dorf gesehen?“
    Ärgerlich sah sie ihn an, antwortete aber: „Vor sechs Tagen.“
    Der Fremde nickte und drehte sich zu ihr um. „Diese Leichen sind nicht Mr und Mrs Merthens.“
    „Okay, das reicht!“, erwiderte Reya scharf und legte die Hand auf ihren Hammer. „Wer seid Ihr und was wisst Ihr über die Sache? Ihr werft hier mit abenteuerlichen Vermutungen um Euch, von deren Richtigkeit Ihr offenbar völlig überzeugt seid. Allmählich glaube ich, Ihr steckt tiefer in der Sache drin, als Ihr zugeben mögt!“
    Stirnrunzelnd sah Renald sie an. Natürlich hatte sie Grund zur Aufregung. Sollte er seine Identität offenbaren? Aber in diesem Fall konnte er niemand trauen, das hatten seine Untersuchungen gerade eben mehr als bewiesen. In dieser Sache war nichts so wie es den Anschein haben sollte und das war mit Bedacht und Planung so arrangiert worden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt konnte er niemandem Vertrauen, nicht einmal der Stadtwache. Bedächtig schüttelte er den Kopf. „Ich versichere Euch, ich habe mit dem Ableben dieser Personen nichts zu tun. Was mein Wissen über den Fall betrifft, das habe ich mir gerade eben angeeignet. All die Dinge, die ich gerade aufgezählt habe, hätte Euch jeder Ermittler des SI:7 auch sagen können. Schweineblut riecht anders als Menschenblut und anhand der vorangeschrittenen Verwesung der Leichen kann man erkennen, dass sie bereits länger als eine Woche tot sind. Also waren sie bereits tot, als die Merthens noch gesichtet worden sind. Das man die Haut von ihren Gesichtern abgezogen hat, war nicht irgendein perverses Ritual, sondern diente offensichtlich der Verschleierung ihrer Identität.“
    Fassungslos starrte Reya den Fremden an. Was der Mann sagte, ergab sogar Sinn. Dennoch beunruhigte sie die Sicherheit, mit der er all das von sich gab, zutiefst. Sie war sich sicher, dass dieser Renald etwas zu verbergen hatte. Und sie würde herausfinden, was. „Aber wenn diese Leichen nicht die Merthens sind… wo sind sie dann?“
    In diesem Moment gab es Gepolter von der Treppe und ein weiterer Stadtwächter stürmte in den Raum. Er schwitzte in seiner Rüstung sah erschrocken aus. „Sgt. Dawnlight, Sgt. Dawnlight!“, keuchte er schwer.
    Verwirrt blickte Reya ihn an. „Was ist los?“
    „Pfarrer Lightbender ist verschwunden!“
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  2. #17
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    Stumm betrat Albrecht den Raum und sah sich in aller Ruhe um. Er wollte zuerst einmal alles betrachten bevor er seine Meinung abgab. So kam der junge Mann auch nicht drum herum die Unterhaltung zwischen Reya und Renald mit anzuhören. Doch noch sagte Albrecht nichts, sondern blickte sich weiter stumm um, ging einmal an die eine Stelle, nur um Augenblicke später wo anders zu stehen. Schließlich meinte auch er.

    “Ich muss gestehen was Renald von sich gibt, klingt sehr plausibel, obwohl ich mich mit Schweineblut nicht auskenne. Aber das mit dem vorgetäuschten Ritualmord kann ich nur bestätigen. Ich habe noch nie von einem gehört wo „nur“ das Gesicht entstellt wird. Normalerweise hört man ja immer von verschiedenen Zeichen, Runen, merkwürdigen Gerüchen und wer weiß was noch. Aber das trifft hier alles nicht zu, was mir merkwürdig erscheint."

    "Außerdem, haben die Merthens Verwandte denen man schreiben, oder einen Boten schicken kann, um nachzufragen ob sie diese nicht besuchen, oder ähnliches? Nur um sicher zu gehen. Zusätzlich würde es beweisen, dass unser noch recht unbekannter Freund hier, ein gutes Näschen hat, oder doch mehr mit der Sache zu tun hat als er zugibt. Was im Moment beides gut möglich wäre.“


    Wie zur Bestätigung, kaum als Albrecht zu Ende gesprochen hatte, tauchte eine andere Stadtwache auf und erzählte, dass der Pfarrer verschwunden war. Kein gutes Zeichen, immer mehr merkwürdige Sachen geschahen in dem sonst so ruhigen Ort Seenhain. Die erste die Frage Albrecht in den Sinn kam, obwohl er nicht von der Stadtwache war.

    “Wie lange ist er schon verschwunden?“
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  3. #18
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    ... ... an einem' leicht abgelegenen Ort in der Nähe, saß der Mann im Schneidersitz Schatten, hinter einer Hauskante und schien in tiefer Meditation versunken.

    Was er da machte, konnte als illegal und Störung der Privatsphäre der Bürger Sturmwind's ausgelegt werden. Ihm blieb aber keine Wahl...
    Für seinen alten Lehrer und Kollegen, musste er soweit gehen. Auch, wenn er unbescholtenen Bürgern mit dem "Auge von Kill'rog" nachstellt und ihre Tätigkeiten auskundschaftet.


    Sein Interesse lag nun auf einer Gruppe an Leuten, die wohl nicht zueinander gehörten. Eine dort beteilligte Frau schien zur Wache von Seenhain dazu zu gehören - und mindestens einer der beiden Männer schien ebenfalls Nachforschungen an diesem' Fall zu betreiben, wenn er sich nicht irrte.

    Die Versuchung, zu ihnen aufzuschliessen und darum zu bitten, das er mitforschen dürfte in diesem' Fall, ergriff' für einen Moment von ihm Besitz...
    Doch das durfte er sich jetzt nicht leisten! Einmal weil es verdächtig wäre, wenn er nun ganz plötzlich bei ihnen erscheinen würde - und ausserdem ist er sich noch nicht ganz sicher, ob nicht mindestens eine von diesen Personen der Täter oder ein Helfershelfer von diesem' sein konnte.


    Letzterer Gedanke würde vor allem' dann Sinn machen, wenn der Täter selbst jemand ist, der in Seenhain lebt und dort arbeitet...
    So oder so: Seine Chancen, was herauszufinden, steigen, wenn er andere Leute beobachtet, die sich ebenfalls mit diesem' Fall befassen.

    Da niemand sein Auge von Kill'rog sehen oder hören kann - aber er alles sehen und leise auch hören kann, was in dessen Nähe gesprochen wird, sind diese Drei Leute vor dem Auge für ihn im Moment nun der heisseste Draht, in diesem' Fall voranzukommen...
    Geändert von DerOrk (31. März 2012 um 03:18 Uhr)

  4. #19
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    Der Stadtwächter, der die Nachricht vom Verschwinden des Pfarrers gebracht hatte, drehte sich zu Albrecht um, als er dessen Frage hörte. „Er ist heute morgen nicht zum Gottesdienst erschienen. Die Gemeinde hat eine Weile gewartet, schließlich ist jemand zu seiner Wohnung in dem kleinen Haus neben der Kirche gegangen und wollte nach ihm sehen. Man fand seine Tür offen und sein Zimmer verwüstet.“
    Reya nickte und sah sich noch einmal im Zimmer um. Hier gab es vorerst nichts mehr zu tun. „Kommt, wir nehmen das sofort unter die Lupe.“, sagte sie und lief eilig die Treppe hinunter.
    Obwohl Reyas Worte wohl eher ihrem Stadtwachen-Kollegen gegolten hatten, heftete sich auch Renald an ihre Fersen und folgte ihr zum Haus des Pfarrers. Es war wie beschrieben. Die Tür stand sperrangelweit offen und hing nur noch in einer Angel, das bescheidene Zimmer, indem der Pfarrer lebte, war verwüstet. Das Regal mit den Gebetsbüchern war umgekippt, die Bücher auf dem Boden verstreut, ein Bild war von der Wand gefallen und mehrere Stühle umgeworfen.
    „Scheint, als hätte es hier einen Kampf gegeben.“, bemerkte der Stadtwächter. Reya nickte, nachdenklich. Es sah ganz danach aus. Offenbar war der Pfarrer gewaltsam überwältigt worden. Oder er wurde angegriffen und konnte fliehen, schoss es ihr durch den Kopf. Dann bemerkte sie auf dem Boden zwischen den Büchern einen dunklen Fleck und trat näher.
    Blut.
    Sie drehte sich zu Renald um und winkte ihn heran. Es wunderte sie nicht, dass er ihnen gefolgt war. Als er herangetreten war, deutete sie auf den Fleck. „Was sagt Ihr dazu?“
    Renald hockte sich hin und nahm den Fleck in Augenschein. Er sog erneut Luft ein, dann strich er mit dem Finger über die kleine Lache. Sie war noch flüssig. „Dieses Blut ist ziemlich frisch, höchstens drei oder vier Stunden alt.“, stellte er fest. Dann steckte er den Blutgetränkten Finger in den Mund. „Aber dieses Mal ist es eindeutig Menschenblut.“
    Reya nickte ob dieser Information, war aber sichtlich beunruhigt durch die Tatsache, dass der Fremde Menschenblut offenbar am Geschmack erkennen konnte. Sie erhob sich und sah sich um. Auf der Türschwelle bemerkte sie einen weiteren Fleck. Er war weitaus kleiner als der Erste. Und als die junge Stadtwächterin von der Türschwelle nach draußen war, stutzte sie. Das Gras vor dem Haus war stellenweise stark geplättet, als hätte jemand einen schweren Sack dort entlanggeschleift. „Sieht aus, als wäre hier jemand eingedrungen und hat den Pfarrer bewusstlos geschlagen. Wahrscheinlich hat er eine kleine Platzwunde am Kopf erlitten. Anschließend hat der Entführer ihn nach draußen geschleift.“ Aus den Augenwinkeln beobachtete sie, wie Renald ihre These aufnahm, aber der Mann rührte sich nicht. Reya trat erneut auf die Schwelle und betrachtete die Schleifspur. „Die Spur führt nach Norden. Beeilen wir uns, vielleicht finden wir Lightbender noch lebendig!“
    Mit diesen Worten begann sie der Spur zu folgen, den anderen Stadtwächter auf den Fersen.
    Renald sah sich noch einmal kurz im Raum um, um sich die Details einzuprägen, dann folgte er den beiden Stadtwachen unaufgefordert nach Norden, Richtung Wald.
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  5. #20
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    Der Pfarrer war also noch nicht lange verschwunden. War ja an sich eigentlich ein gutes Zeichen, vor allem da die Spuren und Hinweise hoffentlich dementsprechend frisch waren. Ging es Albrecht durch den Kopf, der Reya, der anderen Stadtwache und Renald auch sofort hinterherlief, als diese sich in Bewegung setzten. Kaum als der junge Mann das Haus des Vermissten betrat, musste er erhebliche Unterschiede zum letzten Tatort feststellen. Da hier die Türe anscheinend gewaltsam aufgebrochen wurde und ein großes Chaos, sowie durcheinander herrschte. Dies passte überhaupt nicht zu dem Bild, welches er gerade vor wenigen Minuten bei den anderen Leichen gesehen hatte.

    “Merkwürdig.“ Meinte Albrecht nur nachdenklich leise zu sich selbst. Stumm blickte er sich um und konnte nur zustimmen, es schien ein Kampf stattgefunden zu haben. Zudem schien es sich dieses Mal um Menschenblut zu handeln, wie Renald ihnen mitteilte. Aber nicht nur dies, die Spur war noch frisch, wortwörtlich, da das Blut noch nicht eingetrocknet war und man sogar Schleifspuren gefunden hatte. Anscheinend wurde der Pfarrer entführt. Doch dies war ein völlig neuer Fall, passte überhaupt nicht zu dem anderen Vorfall. War es nur eine Strategie um abzulenken und Verwirrung zu verursachen, oder handelte es sich vielleicht sogar um komplett unterschiedliche Täter? Albrecht wusste es nicht, aber es störte ihn, dass nun alles so anders passierte als vorher, irgendetwas stimmte nicht. Doch leider konnte er noch nicht sagen was, nur eins wusste er, er blieb misstrauisch.

    Viel Zeit blieb dem jungen, schwarzhaarigen Mann nicht, da alle schon in Richtung Wald losliefen. So tat er das einzige Richtige, wie er fand und folgte ihnen. Schließlich war er nun ja auch mehr oder weniger an der Ermittlung beteiligt. Zudem wenn man den Pfarrer noch lebend finden konnte, war dies nur gut und wichtig. Immerhin hatte es schon zwei Tote zu viel gegeben, wer auch immer die Opfer nun waren. So stürmte auch Albrecht den anderen in Richtung Wald hinterher.
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  6. #21
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    Was sollte er machen... ...? Sollte er ihnen in den Wald folgen? Sie rennen da so hin, als wenn sie jemandem' auf den Fersen sind, oder eine Ahnung haben, wo sie nach weiteren Spuren suchen müssen...

    Aber die Tatsache, das sie rannten, war Grund genug, eine ganz heiße Fährte dahinter zu vermuten.
    Schnell sprang der Mann auf und dehnte sich, nun würden seine Ausdauer und seine paar weiteren, illegal erlernten Zauber zum Einsatz kommen, die er ausser dem Auge von Killrogg' mal gelernt hatte.


    Er dachte nach, während' er ihnen mit großem' Abstand folgte und dabei mit großer Konzentration den Boden im Auge behielt - denn jedes umgetretene Gras konnte ihm vielleicht den Weg weisen, wenn er sie mal aus den Augen verlieren sollte.
    Für einen Kampf würden seine Fähigkeiten sicher nicht reichen - aber notfalls könnte er damit jemand anderen unterstützen, da war er sich sicher...

    Es war nun an der Zeit... ... für sich selbst... ... und für 'Ihn'...
    Ihm blieb keine Wahl! Für die Gerechte und wahre Sache, musste er sich in Gefahr begeben.
    Das war er seinem' alten Lehrer einfach schuldig.

  7. #22
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    Reya hatte die Augen auf den Boden gerichtet, wo die Schleifspur deutlich zu sehen war. Ab und zu machte sie auch ein paar Tropfen Blut aus. Sie war sich sicher, auf der richtigen Fährte zu sein und ging zielstrebig voraus, während Renald und Albrecht ihr mit etwas Abstand folgten. Renald war nervös. Diese Spur war zu offensichtlich. Der Kampf im Haus des Pfarrers war zu offensichtlich. Das alles passte nicht mit dem ersten Mord zusammen. Mit einem Seitenblick auf den jungen Schmied merkte er, dass auch dieser die Stirn in Falten gelegt hatte. Offenbar er nicht der Einzige, der beunruhigt war. War der Entführer wirklich so tollpatschig vorgegangen? Oder war es vielleicht jemand anders? Liefen gleich zwei Mörder in Seenhain herum?
    Das Blut, welches sie im Haus des Pfarrers gefunden hatten, war definitiv Menschenblut und mit hoher Sicherheit das des Pfarrers selbst. Alarmiert hob Renald den Kopf, als er einen neuen Geruch wahrnahm. Sie waren bereits recht tief in den Wald eingedrungen. Gespannt sog er die Luft ein, um Antworten zu erhalten. Doch bevor er den Geruch identifizieren konnte, hörte eine Art bellendes Kichern zwischen den Bäumen und fuhr herum. Dann sah er sie.
    In den Schatten der Bäume bewegten sich mehrere gebeugte Gestalten. Sie wirkten wie eine Kreuzung aus Mensch und Hund, mit pelzigen Körpern und langen, gelblichen Zähnen. Gnolle!
    Die Spur hatte sie direkt in das Territorium der Gnolle geführt! Renald verfluchte seine Dummheit. Einige Meter vor ihnen war auch Reya stehen geblieben. Sie starrte mit geweiteten Augen zwischen die Bäume. Mit einer fließenden Bewegung löste den Hammer von ihrem Gürtel und den Schild von ihrem Rücken. „Wir sind nicht mehr alleine.“, sagte sie ernst.
    Renald nickte nur. Er würde sich sicher nicht kampflos ergeben…
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  8. #23
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    Albrecht hatte erkannt, dass Renald genauso misstrauisch war, wie er selbst. Doch bevor der Schmiedelehrling dazu kam den eigentlich immer noch recht unbekannten, eher mysteriösen Mann darauf anzusprechen, änderte sich die Situation. Ihre Jagd, wenn man so wollte, hatte sie in das Gebiet der Gnolle geführt, sehr unangenehme Zeitgenossen. Sofort fluchte der junge Mann und zog sein Schwert. Diese Biester würden ihn nicht so schnell klein kriegen. Schließlich verstand er es nicht nur Waffen herzustellen, nein er konnte mit ihnen auch umgehen. Allen voran mit dem Schwert, welches er auch am liebsten benutzte und mit welchem er auch am meisten übte. Denn seiner Auffassung nach konnte man nur gute Waffen schmieden, wenn man mit ihnen umgehen konnte und wusste worauf man achten musste.

    “Kommt nur her, wenn ihr euer Leben verlieren wollt, ihr räudigen Köter!“

    Brüllte Albrecht herausfordernd während er in Kampfstellung ging, bereit jeden Gnoll der ihm zu nahe kam anzugreifen. Es war nichts neues das diese Kreaturen die Gegend rund um Seenhain unsicher machten, die Bewohner oft nervten, oder gar bedrohten, wenn sie sich zu weit hinauswagten. Doch durch die Suche nach dem Pfarrer waren sie alle abgelenkt gewesen, sodass sie darauf nicht geachtet hatten. Was deshalb nicht ungefährlich war, da die Gnolle dafür bekannt waren die Gegend immer nur in Gruppen unsicher zu machen.
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  9. #24
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    Er wurde mal wieder bestätigt, warum er sich immer so vorsichtig und zurückhaltend' verhielt - ganz besonders, wenn er anderen Leuten folgte und mit ihnen abgelegene Orte oder Orte in der Wildnis aufsuchte...

    Offenbar schien sich da vorne irgendwas zu befinden. Höchstwahrscheinlich Gnolle oder eine herumstreunende Patroullie von Blackrock-Ork's, die ab und zu doch immer mal wieder versuchen, das Rotkammgebirge zu infiltrieren...

    Er machte das übliche, was er geübt und vorbereitet hatte. Er verbarg sich einige Meter in einem' Gebüsch und benutzte die wenigen, magischen Gegenstände, die er sich bei seiner Abreise... ... "ausgeborgt" hatte. Zwei Armschienen, die Ihn in Verbindung mit einem' Amulett und Schmuckstück dauerhaft für die Augen normaler Wesen unsichtbar machen konnten, obwohl er kein Schleicher war.
    Ihr einziger Makel war, das wenn Er die Verborgenheit aufhob, er mindestens zwischen Zehn oder Zwanzig Minuten warten musste, bis sie ihn wieder verbergen konnten.

    Hatte er auch darauf geachtet, mit genug Planzen-Überresten und Stoffen aus diesen möglichst seinen Geruch als menschliche Person zu überdecken? Man wusste nie, wann nicht doch zufällig ein Jäger mit einem animalischen Begleiter in der Nähe war - und diese konnten dank' der Nase ihres Begleiters verborgene Personen in der Nähe doch immer recht schnell ausfindig machen.


    Diese Leute... ... ... waren seine einzige, bisherige Spur.
    Er könnte es sich auf gar keinen Fall leisten, sie zu verlieren, indem' jemand sie nun umbringt.
    In diesem' Moment verfluchte er es nochmal innerlich voller Leidenschaft, das ihm jemand' die Ausbildung in eine ordentliche Magieschule als Priester oder Magier verweigert hatte.

    Ihm blieb nichts anderes übrig, als sich zu konzentrieren und die wenigen Ressourcen zu nutzen, die sich er illegal und unerlaubt angeeignet hatte...
    Vorsichtig umklammerte eine seiner Hände unter seiner Robe einen weiteren, magischen Gegenstand. Den einzigen, den er ausser einem' weiteren noch hatte und der als einziges wahrscheinlich wirklich für Kämpfe zu gebrauchen war.

    " ... ich werde diese Leute garantiert nicht einfach widerstandslos draufgehen lassen. Ganz besonders nicht, wenn sie mir noch nicht bei meiner Spur weiterhelfen konnten. "


    Er musste sich einfach darauf verlassen. Dies war das grösste, was er als freiwilliger Ermittler tun konnte, der selber einiges zu verbergen hatte.

  10. #25
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    Dass Gnolle ihr Territorium bissig verteidigten, war allseits bekannt. Zwar trauten sie sich selten direkt an die Stadt heran, aber wenn man sich in ihr Gebiet verirrte, gab es kein Pardon.
    Entsprechend sprangen die ersten Wesen bereits knurrend auf die kleine Gruppe zu. Reya hob ihren Schild und knallte ihn dem ersten Angreifer gegen den Schädel, woraufhin dieser benommen zurücktaumelte. Sie war bei den Stadtwachen ausgebildet worden und wusste wie man kämpft. Das musste auch der zweite Gnoll, der sie angriff, spüren, als ihm der Hammer der jungen Frau den Schädel zertrümmerte. Plötzlich hörte sie hinter sich ein tiefes Knurren. Reya wirbelte herum und blockte den Knüppelschlag des Gnolls mit dem Schild ab. In der Drehung warf sie einen Blick auf ihre Mitstreiter.
    Renald stand einige Sekunden ganz ruhig zwischen den Bäumen, die Augen geschlossen. Erst nach einigen tiefen Atemzügen öffnete er sie und zog seine Messer. Ein Gnoll hatte ihn bereits ins Auge gefasst und stürmte sabbernd auf ihn zu. Der Mann blieb ganz ruhig und bewegte sich erst in dem Moment, als der Gnoll auf ihn einhieb.
    Leichtfüßig wie eine Katze wich er dem Angriff aus, drehte sich und stand plötzlich hinter seinem Gegner. Bevor dieser begriff was gerade passiert war, schlitzten die langen Messer ihm den Rücken rechts und links von der Wirbelsäule der Länge nach auf.
    Renald zog die Klingen heraus und duckte sich in den Schatten eines Baumes. Er verschmolz beinahe mit den Schatten, so dass er nur noch mit einem sehr geübten Auge zu erkennen war.
    Ein Gnoll, der einen schweren Morgenstern schwang, sah ihn jedenfalls nicht und wollte einfach an dem Baum vorbeilaufen, doch der Mensch sprang aus dem Schatten, landete erneut hinter seinem Gegner und rammte ihm beide Messer in den Nacken, so dass sie durch die Kehle wieder heraustraten. Gurgelnd brach die Kreatur zusammen. Eine Sekunde lang starrte Renald auf die Leiche herab und atmete tief durch, um seinen Puls normal zu halten. Kurz warf er einen Blick zu dem jungen Mann, der ihm seinen Namen noch nicht genannt hatte, dann verschmolz er wieder mit den Schatten.
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  11. #26
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    Als der erste Gnoll auf Albrecht zukam, wich dieser dem Hieb des Angreifers einfach aus, in dem er einen Schritt zur Seite ging. Der Angriff war aber auch sehr plump und vorhersehbar gewesen, so hatte es der junge Mann nicht schwer auch dem zweiten Angriff auszuweichen und schließlich mit einem kräftigen Stich in die Brust des Gnolls sein Leben zu beenden. Doch große Freude um sich über den ersten besiegten Gegner zu freuen, blieb Albrecht nicht, der sich schon mit einem weiteren Angreifer auseinandersetzen musste.

    Dieser Gnoll war um einiges flinker, sowie geschickter, es war nicht mehr so leicht dessen Angriffe vorherzusehen. So kam es dazu, dass der Schmiedelehrling und die Kreatur in einen richtigen Zweikampf verfielen, wenn man so wollte. Schwert gegen Axt, mit kräftigen Hieben auf beiden Seiten. Zum Glück war Albrecht durch seine Arbeit am Amboss und dem tragen schwerer Gegenstände recht gut durchtrainiert, sodass er den kräftigen Attacken standhalten konnte. Gnolle waren dafür bekannt nicht unbedingt die klügsten, oder geschicktesten zu sein, aber kräftig waren sie allemal. Mit einem nicht ganz ungefährlichen Manöver gelang es Albrecht aber schließlich den Kampf für sich zu entscheiden, nach einem angetäuschten Angriff von rechts, mit dazugehöriger Körpertäuschung, während der Gnoll das Schwert des schwarzhaarigen Mannes von links in den Leib gerammt bekam. Die Aktion war nicht ganz ungefährlich gewesen, aber auch in diesem Fall schien es fast nach dem Motto zu gehen, wer nicht riskiert, konnte nichts gewinnen.

    “Puh, du stinkst aber gewaltig.“

    War der einzige Kommentar von Albrecht, als er sein Schwert mit einem Tritt von dem leblosen, noch warmen Körper des Gnolls befreite. Kurz warf er einen Blick zu seinen Gefährten, welche keine Probleme hatten, so wie es schien. Aber etwas anderes war von einer Stadtwache wie Reya nicht zu erwarten gewesen und Renald schien sowieso einiges an Erfahrung zu haben. Somit wandte Albrecht seinen Blick wieder auf seine Umgebung und entsprechende Gegner, wenn sie sich her trauen sollten.
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  12. #27
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    Er würde natürlich gerne anderes behaupten, aber es überraschte ihn doch ehrlich gesagt schon so ziemlich, als sich die Gruppe erstaunlich gut wehrte.
    Nicht, das ihm dies unangenehm wäre - nur er hatte eben nicht damit gerechnet, das es so wenig Schwierigkeiten für die anderen geben würde.

    Der verborgene, fremde Mann zog langsam wieder das faustgroße Schmuckstück ein, ein Kristall umgeben von einem' goldschimmernden, gegossenen Ring, der um den Kristall gefasst war und an kleinen Stangen mit diesem' verbunden war, die einmal alle 90° Grad eine Stange in diesen fassten und den goldenen, mit Runen verzierten Ring um den Kristall befestigten.

    Es sah ein kleines bisschen aus wie ein Kunststück. Eine Miniatur-Version eines Planeten mit einem Ring an Masse drumherum, das beispielsweise aus einem' zerbröselten, zerstörten Mond bestehen könnte.
    Doch genug mit diesen astrologischen Kenntnissen, die ja sowieso kaum einer kannte. Fakt ist, er würde es noch nicht einsetzen müssen, um der Gruppe vor ihm auszuhelfen.

    Dies ist gut. Je seltener er es benutzt, desto reibungsloser verläuft es mehrmals auf kurze Zeit. Und es wäre besser, wenn er diese Leute später erstmal kennenlernen könnte, statt es aus dem Unbekannten heraus zu nutzen.
    Sonst halten sie die Beschwörung, die er damit tätigen könnte, vielleicht noch für einen unerwarteten Gegner.

    Ein kleines bisschen ... ... ... bekam er doch schon nun ein schlechtes Gewissen.
    Er hatte dieses Kleinod einem' der amtierenden Magier entwendet, der in die führenden, höheren Reihen aufsteigen wollte...
    Doch da konnte man nichts machen. Der Mann verbarg ein schelmisches Lächeln. Jetzt war nicht die Zeit, sich über die wahrscheinliche Wut von verstimmten, selbstgefälligen Magierlehrern Gedanken zu machen.

  13. #28
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    Der Wald war erfüllt mit Kampfgeräuschen. Das Klirren von Metall und das Bellen der Gnolle hallten von den Bäumen wieder. Renald zog sein Messer aus dem Bauch eines Gnolls, um mit einer eleganten Drehung der Schlag eines Anderen auszuweichen und ihm anschließend mit einem gezielten Hieb die Kehle durchzutrennen.
    Reya schlug einen weiteren Gegner mit dem Schild k.o. und auch Albrecht schlug sich beachtlich. Er besaß nicht die Schnelligkeit Renalds, konnte es aber an körperlicher Kraft problemlos mit den wilden Gnollen aufnehmen.
    Die Gnolle schienen zu bemerken, dass diese drei Eindringlinge stärker waren, als sie erwartet hatten. Was vom Rudel noch übrig war, zog sich zurück in den Wald. Reya blickte schwer atmend auf. Ihr Blick fiel auf einen großen Sack, der an einem Baum lehnte. Sie ging hin und öffnete ihn.
    Er war voller Steine.
    Hinter sich hörte die junge Stadtwächterin ein Seufzen und drehte sich um. Renald stand hinter ihr und sah auf den Sack herunter. Seine Atmung war im Gegensatz zu ihrer extrem ruhig und gleichmäßig, beinah so als würde er seinen Puls absichtlich ruhig halten wollen.
    „Da haben wir also unsren ‚Leichnam‘.“, stelle er bitter fest. „Wir sind in die Falle getappt wie ein paar naive Welpen.“
    Reya nickte. „Die Schleifspur stammte gar nicht vom Körper des Pfarrers, der Entführer hat diesen Sack hierher geschleift, um etwaige Verfolger in das Gebiet der Gnolle zu locken. Ich frage mich allerdings, wie er hier durchgekommen ist, ohne angegriffen zu werden.“
    Renald runzelte die Stirn und starrte auf einen Bewegungslosen Gnoll zu ihren Füßen. „Fragen wir doch einen. Ihr wart ja so klug, einige nur zu betäuben.“
    Reya nickte zustimmend. „Ihr habt Recht.“ Sie beugte sich zu dem k.o. geschlagenen Gnoll herunter und murmelte ein leises Gebet. Ihre Hände begannen zu leuchten, als sie sie auf die eingedellte Stirn des Gnolls legte. „Wach auf.“, sagte sie leise.
    Renald hob beeindruckt die Augenbrauen. Dass die junge Frau über Heilkräfte verfügte, hatte er ihr nicht zugetraut.
    Der Gnoll öffnete die Augen und schreckte hoch, doch bevor er sich rühren konnte, saßen Renalds Klingen an seiner Kehle. Angsterfüllt starrte er zu den beiden Menschen herauf.
    „Was wollen? Warum töten Gnoll?“
    „Ganz ruhig.“, erwiderte Renald. „Wir wollten nicht in euer Gebiet eindringen, wir wurden hierher gelockt.“
    Der Gnoll sah nicht aus, als ob er ihnen glaubte. Aber Reya ergriff das Wort und deutete auf den Sack voller Steine. „Wir lassen dich am Leben, wenn du uns ein paar Auskünfte gibst. Habt ihr gesehen, wer diesen Sack hierhergebracht hat?“
    Der Gnoll nickte eifrig. „Schwarzer Mann. Groß, mächtig. Gnolle viel Angst vor ihm, wir nix kämpfen gegen ihn.“
    „Wer ist dieser Mann?“, fragte Reya eindringlich.
    „Nix wissen, immer tragen schwarzen Mantel mit nix Gesicht.“
    „Kommt dieser Mann öfter hierher?“
    „Ab und zu kommen durch Wald und schleppen komisches Zeugs aber Gnoll nix gucken, Gnoll zu Angst.“
    Reya nickte Renald zu. „Lasst Ihn laufen, mehr kann er uns nicht sagen.“
    Der Mann steckte die Langmesser weg und der Gnoll stand auf und hastete davon. Reya seufzte. „Tja, was haltet ihr davon?“, fragte sie ihre Begleiter.
    When I get sad, I stop being sad and be awesome instead. True story.

  14. #29
    Moderator Benutzerbild von DerElb
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    Es war keine wirkliche Überraschung gewesen, dass sich die Gnolle schließlich zurückzogen. Immerhin war es bekannt, dass diese Kreaturen nicht gerade die tapfersten waren. Deshalb griffen sie normalerweise auch in Gruppen an und suchten das Weite, wenn ein Gegner zu viel Widerstand bot. Aber es war Albrecht nur recht gewesen, da es doch ganz schön anstrengend war all die starken Hiebe der Gegner zu blocken. So war es nur gut, dass der Kampf nicht weiterging, schließlich sollte man sich ja nicht verausgaben, sofern es möglich war.

    Stumm hörte sich der junge Mann an was Reya und Renald aus dem Gnoll herausbrachten. Dabei ärgerte sich der Schmiedelehrling auch innerlich, schließlich hatte er geahnt, dass etwas nicht stimme und wie sich herausstellte hatte er Recht behalten. Aber obwohl er misstrauisch gewesen war, waren sie in eine, im Nachhinein gesehen doch recht offensichtliche Falle gerannt. Es ärgerte Albrecht sehr, dass sie so dumm waren. Schließlich als der Gnoll weglief, lies der schwarzhaarige Mann nochmals das gesagte durch seinen Kopf gehen. Ein schwarz gekleideter Mann, welcher den Gnollen angst machte und öfters in dieser Gegend war. Leider nicht wirklich hilfreich, da es wenig Informationen waren, zudem kein gutes Zeichen. Denn dies hieß anscheinend, dass schon länger etwas vorging und sie es erst jetzt bemerkten.

    “Es bedeutet nichts Gutes. Doch viel mehr kann man eigentlich nicht sagen, da wir nichts wissen. Außer, dass anscheinend schon länger etwas Merkwürdiges vor sich geht und wir es erst jetzt festgestellt haben. Die Frage die sich stellt seit wann dieser Mann hier sein Unwesen treibt und was er getan hat, vor allem da bis jetzt nie jemand etwas bemerkt hat.“

    Das Problem jedoch war, was sollten sie jetzt machen? Albrecht wusste es nicht wirklich, er kannte zwar die Lage, doch nicht was man nun machen konnte um diese Misere, wenn man so wollte aufzuklären. Schließlich war der unbekannte Mann bis jetzt nie aufgefallen, also würde wohl kaum jemand aus Seenhain ihn gesehen haben. Zudem schien er keine Spuren zu hinterlassen, außer er wollte es. Somit waren sie eigentlich wieder am Anfang angelegt, mit nicht wirklich mehr Informationen. Außer, dass sie nun eine halbwegse Zielperson hatten.
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    Ivica Vastic, ein Mann mit Nerven aus Stahl!

  15. #30
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    Irgendwie konnte er sich einfach keinen Überblick verschaffen, was die ganze Geschichte nun gebracht hatte.
    Sie hatten alle dieses Gebiet betreten, um hier nach... ... ... etwas zu suchen?

    Aber da vorne war nur eine Art Sack oder sowas, wenn er sich aus der gewissen Entfernung nicht verguckte. Irgendwas stimmt einfach nicht. Dafür haben diese Leute doch niemals einfach so ihr Leben auf's Spiel gesetzt.
    Andere lobten und schmeichelten ihn zwar manchmal, das er ja ein so schlauer Mann sei, aber wie auf wundersame Weise kam er sich gerade ziemlich dumm vor - denn er bekam einfach nicht den Überblick über diese Situation...


    " Und gerade just vor einem' Moment haben sie einen Gnoll befragt über irgendwas, den sie zuvor niedergestreckt aber dabei nicht getötet haben... ...? Heisst das, das vielleicht die Gnolle etwas mit den... ... ach Quatsch! Gnolle und Ritualmorde?! Wenn Ja, dann garantiert nicht in einer menschlichen Siedlung, sondern nur bei den abergläubisch'sten Gnollen irgendwo in einem tiefen Wald oder dergleichen. "


    Was würde jetzt passieren? Gehen die Fremden einfach so wieder zurück?
    Aber das wäre wirklich uneffektiv... ... ... alles in ihm schrie förmlich dannach, sich diesen Leuten zu offenbaren und sie zu bitten, sich möglichen Nachforschungen ihrerseits anzuschliessen...

    Aber er wusste halt einfach 'nichts' über diese Geschichte mit den toten Leuten in Seenhain. Dazu kam, das er noch immer ein Fremder ist und damit auch nicht gerade unverdächtig.
    Und das schlimmste wäre, wenn ihn jemand solange irgendwo einsperrt, bis sie herausgefunden haben, wer er ist - dann könnte er sich den oder 'die' Mörder nämlich garantiert abschminken, fall's diese noch irgendwo hier in der Gegend sind.

    Erschwerend' kommt hinzu, das er auch schon an so einigen Orten nachgeforscht hat, wo eben jemand genau 'solche' Morde vollzogen hat...
    Am Ende landet er noch als Hauptverdächtiger irgendwo in einem' Verließ, während' sich der wahre Täter irgendwo fröhlich rumtreibt und weiterhin den Ruf seines bisherigen Kollegen und Lehrer's durch den Dreck zieht.


    " Hmpf... ... wäre ja auch zu schön, wenn ich mal einfach so auch wirklich an eine heisse Spur geraten würde, "nur" weil ich mit allem' Geschick nach ihr suche !" dachte er zu'Ende und beobachtete die Gruppe weiter, die sich wohl eventuell gleich auf den Rückweg machen würde.

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