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  1. #31
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    Reya runzelte die Stirn. Sie waren tatsächlich in die Irre geführt worden. Aber dass der „schwarze Mann“ den Gnollen bekannt war, konnte nur eines bedeuten: Es musste sich um jemanden aus der Gegend handeln. Ihr lief ein Schauer den Rücken herunter, als sie daran dachte, dass diese Bestie bereits seit einiger Zeit unter ihnen gewandelt war und nie aufgefallen war. Also konnte er seine bestialischen Gelüste wohl gut verbergen, bis er bereit war, kaltblütig zuzuschlagen.
    Apropos kaltblütig… Reya wandte sich um und musterte Renald. Der Mann atmete immer noch betont ruhig und starrte nachdenklich zu Boden. Die junge Stadtwächterin war überrascht und auch etwas geschockt über seinen Kampfstil gewesen. Dieser Mann hatte nicht den rauen Kampfstil eines Straßenkämpfers oder eines Abenteurers, aber auch nicht die militärische Disziplin einer Stadtwache. Seine Bewegungen waren so schnell und fließend gewesen, dass sie ihnen mit den Augen kaum hatte folgen können. Reyas Augen verengten sich. Dieser Mann war ein trainierter Killer, vielleicht ein Assassine. Sie würde ihn auf jeden Fall im Auge behalten müssen, denn auch wenn er sich bisher als recht hilfreich erwiesen hatte, traute sie ihm doch nicht über den Weg. Und besonders jetzt durfte niemand mehr vom Verdacht ausgeschlossen werden.
    Renald selbst stieß den Sack am Boden mit dem Fuß an. „Der Entführer des Pfarrers muss also genug Zeit gehabt haben, sein Opfer zu verstecken UND diese falsche Fährte zu legen. Wenn die Gnolle sich so vor ihm fürchten, könnte es sich um einen Zauberkundigen handeln, was ihm natürlich einen enormen Vorteil verschafft. Aber auch Magie hinterlässt Spuren. Ärgerlich nur, dass vermutlich niemand von uns in der Lage ist, selbige zu erkennen.“
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  2. #32
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    Albrecht schüttelte nur stumm seinen Kopf auf die Frage ob jemand magische Spuren erkennen konnte. So etwas lag nicht in den Fähigkeiten des Schmiedelehrlings. Aber Renald hatte Recht, hier dürfte wohl Magie im Spiel sein, da es doch sehr merkwürdig war, dass der Unbekannte nie jemanden aufgefallen war. Doch die Frage die immer noch blieb war was sie nun machen sollten, ohne Magiespürhund. Bei dem Gedanken an ein Tier, welches Magie er schnüffeln konnte, musste der junge Mann kurz schmunzeln, bevor er wieder einen ernsten Blick hatte.

    “Also ich habe keine Idee was wir machen könnten. Eine Zwickmühle würde ich mal sagen, oder hat jemand eine Idee?“

    War die simple Aussage, des Schmiedelehrlings, der fragend in die Runde blickte. Schließlich war Seenhain ein recht kleiner Ort, wo normalerweise nicht allzu viel passierte. So gab es hier auch nicht wirkliche viele Zauberkundige, einmal von einigen Abenteurern abgesehen, die hin und wieder in Seenhain waren. Aber meist auch nur zur durchreise und somit für kurze Zeit.
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  3. #33
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    Ein Teil von ihm wollte sich abschalten und die Arbeit einstellen - und zwar ein Teil von seinem' Gehirn.
    Seltsam, dabei war er doch noch gar nicht so lange wach und hatte sich auch noch nicht auf soviele Dinge konzentriert an diesem' Tag...


    War es Frustration? Die Enttäuschung, wahrscheinlich keine Dinge herauszufinden und die Spur zu verlieren? Diejenigen dingfest zu machen und beweisen zu können, das es jemand anders war, der Dämonen- oder Totenbeschwörung, oder beides - oder eine pervertierte Abwandlung dessen vollzogen hatte - an seinem' alten Studien-Ort?

    Zu beweisen, das es nicht sein alter Mentor und Kollege war?
    Aber Nein. Dies ist nicht das erste Mal, das er vor lauter Frustration am liebsten aufgegeben hätte. Dies ist nur eine weitere seiner Tiefphasen und er darf den Kopf nicht hängen lassen.
    Er hat niemals wirklich aufgegeben und würde es auch heute nicht tun.


    Aber so langsam sah es wirklich so aus, als wenn er diesen Leuten niemals auf die Spur kommen wird...
    ... ... ein Einzelner Mann, der schon seit Monaten erfolglos ein paar Verbrechern hinterherjagt, von denen er noch nichtmal weis, wieviele sie sind oder nicht - und ob er überhaupt noch deren richtige Spur verfolgt, oder nicht die von irgendwelchen anderen Verrückten.

    Aaah, J~a!! Das Licht prüfte mal wieder seine Geduld, soviel stand fest.

  4. #34
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    Renald fluchte innerlich. Er war wütend darüber, in diese Falle getappt zu sein wie ein ahnungsloser Welpe. Dabei war das bei weitem nicht das erste Mal, dass er es mit Mord zu tun hatte. Er kannte selbst genug Tricks, um nervige Verfolger loszuwerden und war auf diese einfache Finte hereingefallen? Lächerlich! Der Schurke spürte, wie die Wut durch seinen Körper kochte, Wut auf sich selbst und auf den Mörder, der ihnen nun mit Sicherheit entkommen war. Er spürte, wie seine Adern zu pochen begannen, sein Blutdruck stieg. Er fletschte die Zähne und – HALT! Das durfte er nicht zulassen!
    Renald atmete tief durch und hoffte, dass niemand das kurze rote Aufleuchten seiner Augen bemerkt hatte. Er hatte nicht während des gesamten Kampfes gegen die Gnolle seinen Puls ruhig gehalten, nur um jetzt die Kontrolle zu verlieren. Für einen Moment schloss er die Augen, während sich sein Brustkorb langsam hob und senkte.

    Auch Reya war wütend, doch sie war nicht bereit aufzugeben. Die junge Frau wusste nun, dass sie es mit einem gefährlichen Mann zu tun hatten. Mit jemandem, der sich exzellent zu tarnen vermochte; jemand, der bereits mindestens drei Menschen auf dem Gewissen hatte und möglicherweise noch weitere Opfer fordern würde; jemand, der schlau und gerissen war. Plötzlich erinnerte sie sich an etwas, was Renald im Haus der Merthens gesagt hatte. Sie drehte sich um und sah den Mann mit geschlossenen Augen dastehen und ruhig atmen. Etwas an dieser Ruhe beunruhigte sie. Und plötzlich stellten sich ihre Nackenhaare auf. Reya wandte den Kopf in alle, Richtungen, sie fühlte sich beobachtet. Aber da war niemand außer ihr, Albrecht und Renald. Also trat sie auf Letzteren zu.
    „Ihr sagtet vorhin, dass die Leichen im Dorf nicht die Bewohner des Hauses waren.“
    Der Fremde öffnete die Augen und nickte. „Ja, sie sind bereits länger tot als die mutmaßlichen Opfer verschwunden sind.“
    Reya runzelte die Stirn. „Das bedeutet aber auch… Dass die Merthens vielleicht noch am Leben sind. Und wir herausfinden müssen wer die Leichen wirklich sind!“
    Sie fluchte. „Wenn wir doch bloß einen Anhaltspunkt hätten…“
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  5. #35
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    “Wir könnten versuchen Verwandte, oder Bekannte von den Merthens zu finden, sodass man uns bestätigen kann, dass diese noch leben. Zudem vielleicht sind in der Umgebung ja Leute spurlos verschwunden, was dann ja die eigentlichen Opfer wären. Ich bezweifle, dass jemand Leichen von sehr weit genau zu uns her bringen würde, da es doch unsinnig wäre. Also müssten die Möglichkeiten doch schon etwas eingeschränkt sein.“

    War der erste Gedanken von Albrecht, welchen er auch laut aussprach. Eine bessere Idee hatte er nicht. Es war nicht viel und es könnte vielleicht auch nichts dabei herauskommen, doch sie mussten irgendwie beginnen an Informationen zu kommen. Jedenfalls war dies die Ansicht des Schmiedelehrlings, welcher auch bemerkt hatte wie Renald ziemlich ruhig dastand, mit geschlossenen Augen, sowie Reya die sich umsah. Vielleicht wurden sie ja vom Fallensteller beobachtet, der sich über ihre Unfähigkeit amüsierte? Doch egal wie sehr er sich anstrengte, Albrecht konnte nichts entdecken, oder wahrnehmen.
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  6. #36
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    Noch länger zu warten, würde an reine Dummheit grenzen. Es war beschlossen; - sobald diese Gruppe nach Seenhain zurückkehren würde, würde Er sie aufsuchen und auf das Thema ansprechen.

    Wäre auch nicht das erste Mal, das Er als Verdächtiger in Erscheinung tritt - und was hatte Er zu verlieren? Hier steht viel mehr auf dem Spiel, als nur Er, oder der Ruf seines alten Kollegen.
    Anfangs waren es "nur" ein paar Morde gewesen und man dachte eigentlich, der oder 'die' Täter würden schnell gefasst werden,


    doch dann weitete sich das ganze zu einer ganzen Serie an Morden aus, die einfach zu verdächtig schien, um es als reinen Zufall abzutun. Plötzlich, vom ehemals so stolzen Mühlenbern und von Insel Fenris abwärts, zogen sich Morde an scheinbar willkürlich ausgesuchten Bürgern der östlichen Königreiche nach Süden, bis in den Dämmerwald hinein.

    Seit die gewaltige Magierstadt Dalaran nicht mehr in den östlichen Königreichen verweilt, wohnen nur noch wenige Magier und deren Orden in Lordaeron und dem südlichen Teil des Kontinents.
    Und wenn Er sich nicht gänzlich irrte, fingen diese Morde bei zwei Magiern des violetten Auge's an.

    Das war der Anfang gewesen. Der Beginn an der Zerstörung des Ruf's seines alten Lehrer's - und der Beginn seiner höchst eigen gesetzten Mission, diese Mörder zu verfolgen und auffliegen zu lassen.
    Eine Weile lang aber hatte Er die Spur schon ein paar mal verloren, als es Ihn nach Elwynn verschlug - und nichts weiter als Gerüchte selbst haben Ihm geholfen, wieder auf die richtige Spur zu kommen.


    Es wird Zeit, die Taktik zu ändern. Jetzt war eine der besten Gelegenheiten, neue Verbündete hinzu zu ziehen.
    Diese Anwohner hier sind sicherlich selber, wenn Ihn seine Augen nicht täuschen, sehr gereizt über soviel Bosheit und Unverschämtheit. Also sollte es nicht all'zu schwer sein, sie bei der nächsten Gelegenheit zu einem' Bündniss zu überreden.

  7. #37
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    Reya nickte langsam. „Ihr habt Recht, es müsste eine ziemliche Mühe gewesen sein, die Leichen in das Haus der Merthens zu schleppen, noch dazu unbemerkt.“
    Renald schnaubte jedoch ärgerlich. „Ihr vergesst, das wir es wahrscheinlich mit jemand magisch begabtem zu tun haben. Wir sollten also keine Möglichkeiten ausschließen.“ Ungeduldig ging er auf und ab. „Es ist zum Verrücktwerden! Wir haben keinerlei Hinweise mehr!“ Wütend trat er gegen den mit Steinen gefüllten Sack, dessen Schleifspur sie in den Wald verfolgt hatten. Der Stoff riss auf und die Steine kugelten heraus. Plötzlich stutze Reya. Der größte Stein war bemalt. Mit dem Fuß rollte sie ihn so herum, dass die bemalte Seite nach oben zeigte. „Was ist das?“, fragte Renald verwirrt.
    Sie beugte sich herunter, um die Zeichnung genauer zu begutachten. „Sieht aus wie eine Karte des Rotkammgebirges… Und am nördlichen Ausgang ist ein dicker roter eingemalt.“
    Die junge Stadtwache runzelt die Stirn. „Was soll das bedeuten?“
    Renald dachte nach. „Der Pfeil markiert den Weg in die brennende Steppe.“
    Verwirrt schüttelte Reya den Kopf. „Dieser Stein wird wohl kaum aus Versehen in diesem Sack gelandet sein. Glaubt Ihr, der Täter will uns erneut in die Irre führen?“
    Renald legte den Kopf schief. „Entweder das… oder er spielt mit uns. Er fühlt sich sicher und verhöhnt uns, in dem er uns einen Hinweis gibt, wenn wir allein nicht weiterkommen. Das gefällt mir überhaupt nicht….“
    Geändert von theUnf0rgiven (18. September 2012 um 17:31 Uhr)
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  8. #38
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    Auch Albrecht schaute überrascht, als aus dem Sack mit Steinen eine Botschaft herausfiel, wenn man so wollte. Irgendwie ein schlechter Scherz das Ganze. Wollte der Mörder sie verhöhnen, oder einfach nur verwirren, eine falsche Fährte legen? Schwer zu sagen, doch da sie ohne diesen Stein keinen Hinweis gehabt hätten, war es eher unwahrscheinlich. Da ihr Gegenspieler sehr wohl wissen musste, dass sie keine Spuren zu ihm hatten, so gut wie er alles anging. Der Schmiedelehrling fuhr sich durch seinen Dreitagebart und meinte schließlich.

    “Hm, irgendwie traurig, dass uns dieser Unbekannte so zum Narren hält und auslacht. Aber was für eine andere Wahl haben wir, als dieser einzigen Spur nachzugehen? Es könnte wieder eine Falle sein, doch mangels Alternativen müssen wir das Risiko doch eingehen, oder?“

    Fragend blickte der junge Mann in die Runde. Ganz klar, begeistert war niemand von der jetzigen Situation, weil es doch sehr unangenehm war Hilfe vom Gejagten zu benötigen, doch was blieb ihnen anderes übrig? Albrecht wusste keine Alternative, als die Jagd aufzugeben, was für ihn aber nicht in Frage kam. Schließlich müsste der Mörder seine gerechten Strafe bekommen, für so eine grauenhafte Tat.
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  9. #39
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    ... ... ... er hatte einfach keine Lust mehr, zu warten. Ihm ging wortwörtlich die Geduld aus.

    Der Mann erhob sich und wurde ganz langsam sichtbar. Nun, Risiken muss man nunmal eingehen - und er wusste, er würde früher oder später auch das Risiko eingehen, verdächtig und beteilligt an diesen Morden zu wirken.
    Der fremde Mann mit der Kapuze und dem Gewand räusperte sich ein paar mal laut.

    " A'HEM' ... ... !!" sagte der Mann recht laut und wartete, bis ihn die kleine Gruppe vor sich bemerkt hatte.
    Er hatte keine Ahnung, wie er sie angehen sollte - und das würde er wohl auch so sagen.
    Wahrscheinlich waren sie mindestens so wissbegierig auf Informationen über diese Vorfälle, wie er selbst teilweise noch immer ist - und daher wird es wohl nicht so schwer sein, mit ihnen in's Gespräch zu kommen.


    Es musste sein. "Für" Almandir, seinen alten Mentor und Kollegen...

    " Ich bin eigentlich so 'ziemlich' davon überzeugt, das ihr Euch mit mir unterhalten möchtet, glaube ich ...!" sprach er schliesslich, als sie zuerst nur zu ihm hinüberschauten und sich kurz gegenseitig zublinzelten und Blicke zuwarfen.

    Seine Stimme klang leicht gealtert und hatte auch noch immer seinen etwas feinen, leicht adeligen Ton nicht verloren.
    Normalerweise fanden sich Männer wie er als Betrüger und Hochstapler irgendwo vor - und nicht als Nachforscher und Untersucher höchst abstrakter Mordserien.

  10. #40
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    Renald wirbelte herum, als er die fremde Stimme vernahm. Instinktiv sprang er einen Schritt zurück und drückte sich in den Schatten eines Baumes. Sein Atem ging ruhig und gleichmäßig während er den Unbekannten aufmerksam musterte. um festzustellen ob von ihm eine Bedrohung ausging.
    Reya reagierte anders. Sie verstärkte den Griff um ihren Hammer und trat auf den Neuankömmling zu. Sie wirkte wachsam und entschlossen. Die Kleidung des Mannes deutete auf eine Art Forscher oder vielleicht auch Magier hin. Also jemand, dem man etwas zutrauen konnte. "Wir sollten uns mit Ihnen unterhalten wollten? Warum? Wer seid Ihr? Seid Ihr uns gefolgt?", fragte sie wachsam, ohne den Hammer zu senken.
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  11. #41
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    Auch Albrecht drehte sich kampfbereit um, mit einer Hand an seinem Schwertgriff, bereit seine Klinge zu ziehen, falls nötig. Verwundert, sowie misstrauisch beobachtete der Schmiedelehrling den Unbekannten, der irgendwie ungefährlich aussah. Aber danach durfte man nie gehen, der Eindruck konnte sehr wohl täuschen.

    “Wer seid ihr und was wisst ihr, dass ihr dies glaubt? Und vor allem wie konntet ihr uns solange unbemerkt folgen?“

    Besonders der letzte Aspekt verursachte bei dem jungen Mann Unbehagen. Schließlich war keinen von ihnen der Fremde aufgefallen, der ihnen schon länger zu folgen schien, so wie er sprach. Wie konnte das sein, mittels Magie? Dann könnte er etwas mit den Vorfällen zu tun haben. Den ihr Gegner schien ja auf Spiele zu stehen, was sehr gut passen würde zu dem was gerade geschah.
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  12. #42
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    Der Mann mit den schwarzen Haaren und den blassen, leicht bläulichen Augen, die etwas von einem' Blinden hatten, offenbarte sich letztendlich.

    Er wollte die Zusammenarbeit mit anderen eigentlich vermeiden, aber die Situation zwang ihn dazu.
    Die augenscheinlich junge Frau schien einige Fragen an ihn zu haben. Am besten begegnet man derartigem' mit der Wahrheit.


    " Weil ich vielleicht bis wahrscheinlich wertvolle Informationen haben könnte, was Eurer kleines "Problem" hier im Dorfe betrifft...

    Ich verfolge jetzt schon seit Monaten eine Spur, die mich nun schon über den halben Kontinent bis in die südlichen Königreiche und letztendlich hierhergeführt hat...
    ... in Eurem' Dorf sind Zwei Menschen ermordet worden, nicht wahr? Irgendetwas abstraktes - wahrscheinlich ein Ritualmord, sollte man meinen...

    Nun,
    in Wahrheit wahrscheinlich - ist das nicht das erste oder einzige Mal, das einer oder mehrere Personen auf so grausige Art umgebracht wurden - sondern dieser Fall ist sehr wahrscheinlich nur ein Kettenglied einer ganzen Serienreihe solcher "Ritualmorde"...


    Der "Ursprung" dieser Morde - oder aber ein wahrscheinlicher, früherer Vorfall in dessen langer Kette... ... ... hat sich vor etwa einem' Vierteljahr viel weiter im Norden, oben in den weiten Gefilden Lordaeron's ereignet... ... !"
    sagte der Gelehrten-artig aussehende Mann - der ein leicht abgenutzt scheinendes Buch mit einem' blassen, braunen Umschlag in den Händen hielt.

    Er wirkte eines kleines bisschen so wie ein Paladin, welche auch oftmals mit solchen Büchern zum verstärken ihrer heiligen Sprüche umherliefen - aber machte verglichen mit so einem' einen viel ärmlicheren Eindruck.
    Die Frage des jungen Mannes ließ sich ebenso leicht beantworten... ... und dieser hatte wohl auch unabstreitbar ein Recht, seine Frage beantwortet zu kriegen.


    " Mit Magie natürlich, mein junger Freund... ... ... beziehungsweise einem' magischen Gegenstand.

    Aber das ist viel weniger interessant wahrscheinlich - als das, was ich hier in meinen Händen halte - zumindestens für Euch... !"
    sagte der Mann und hob leicht einmal das Buch hervor, was er in Händen hielt.


    " In 'diesem' Buch, habe ich nun schon seit Monaten immer wieder Informationen niedergeschrieben, die ich an Tatorten wie diesem' Dorf hier gesammelt habe - jedesmal, wenn ich an so eine Stätte vorbeikam, an der ein solches nach Ritualmord ausschauendes Ereignis stattfand!

    ... ... die Wahrscheinlichkeit, das Euch dies großartig weiterhelfen wird, ist eher gering... ... ... doch es ist besser als nichts.
    Als Gegenleistung dafür, das ich Euch mein Wissen "und" das Wissen in diesem' Buch anvertraue, möchte Ich mich Euren Ermittlungen anschliessen - wenn niemand was dagegen hat.


    Die Wahrscheinlichkeit ist groß, das diese Mordserie in nächster Zeit nicht abbrechen wird - es sei' denn, sie ist bereits an einem' eingeplanten Ende der Täter...
    ... ... wenn dies' nicht der Fall ist - könnte dieses Werk noch Monate- oder Jahrelang so weitergehen.

    Ich muss sehr zu meiner Unzufriedenheit eingestehen - das ich alleine - nicht in der Lage bin, auch nur genug Informationen zusammenzutragen, um damit zu Behörden der Königreiche Sturmwind's gehen und ein Battallion zur Zerschlagung dieses oder "dieser" Täter, einfordern zu können... !"




    Er war ein wenig von sich selber überrascht, wie gesprächig Er doch sein konnte...
    Allerdings war es nun wohl an der Zeit, einen Wechselkurs einzuschlagen - und zwar sollte er nun versuchen, soviele, potentielle Freiwillige wie möglich zusammenzukratzen.

    Vielleicht hätte es ihm auch einfach nur Ärger beschert - aber womöglich hätte er vielleicht, nur viell~eicht auch mehr erreichen können, wenn er seine Informationen früher mit weiteren Personen geteilt hätte.


    Er konnte nicht ewig hinter irgendwelchen Tätern oder einer gemeingefährlichen Einzelperson herlaufen, die ihm ständig einen oder mehrere Schritte voraus sind.

  13. #43
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    Renald beobachtete den Mann aus dem Schatten heraus. Als der Fremde die Vorgeschichte dieser Morde erläuterte, weitete er verwirrt die Augen. Woher wusste dieser Mann das? Wenn er dieser Spur ebensolange wie er selbst gefolgt war, warum waren sie sich dann nie begegnet? Oder waren sie das? Aufmerksam musterte der Schurke den Mann. Irgendwo her kam er ihm bekannt vor. Aber woher?
    Aber wenn der Mann an den Ermittlungen des letzten derartigen Mordes beteiligt gewesen war, hätte er sich an Renald erinnern müssen. Zumindest, nach seinem letzten Zwischenfall. Renalds rechte Hand lag auf dem Griff seines Messers, die Linke spielte in der Hosentasche mit einem kleinen, metallenen Gegenstand. Gedanken rasten durch seinen Kopf. Irgendwoher kam ihm dieser Fremde bekannt vor, aber er konnte es nicht einordnen. Doch offenbar war Renald nicht der Einzige, der dieser Spur schon länger folgte. Vorsichtig zog er sich etwas weiter in die Schatten zurück und beobachtete.

    Reya ließ den Hammer nicht sinken und trat einen Schritt auf den Mann zu. Die Körperhaltung der jungen Frau war drohend und wachsam.
    "Ihr taucht einfach aus dem Nichts auf, gebt zu ein Magier zu sein und behauptet, Informationen für uns zu haben? Warum sollten wir Euch glauben? Ihr könntet genauso gut der Täter selbst sein, der wieder versucht, uns in die Irre zu führen! Nennt uns einen Grund, warum wir Euch glauben sollten!", sagte sie aufgebracht. Allmählich begann die Situation sie zu überfordern. Sie war doch nur eine einfache Stadtwächterin in einem kleinen Örtchen. Niemand hatte damit gerechnet, dass sie sich einmal solchen Problemen stellen müssen würde.
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  14. #44
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    Was der Fremde von sich gab gefiel Albrecht ganz und gar nicht. Nicht nur, dass er meinte ihnen mittels Magie unbemerkt gefolgt zu sein, nein er hatte sich mit vielen anderen Fällen dieser Art beschäftigt und würde seine Informationen teilen, wenn er sich ihnen anschließen dürfe. Entweder er sagte die Wahrheit, oder der Gesuchte, der Mörder stand schon vor ihnen und spielte ein Spielchen mit ihnen.

    “Wenn es schon mehrere solcher Morde gegeben hat, würde sich dann nicht schon jemand von Sturmwind einschalten? Solche Sachen sprechen sich doch meist schnell herum, da sonst in so langweiligen Orten wie Seenhain sonst nichts passiert. Und nichts macht schneller die Runde als Geschichten und Gerüchte.“

    Sprach Albrecht nachdenklich aus was ihm durch den Kopf ging. Wenn es wirklich schon mehrere ähnliche Vorfälle gegeben hatte, müsste man doch etwas davon gehört haben. Irgendwie gefiel ihm das ganze nicht. Dieser mysteriöse Typ war unheimlich, etwas passte Albrecht an dieser Geschichte nicht. Doch er wusste nicht was, oder ob er es sich nur einbildete, doch dieser Kerl war ihm nicht geheuer. Es war höchste Vorsicht geboten. Misstrauen war auf alle Fälle angebracht und gut, doch was nun geschehen sollte war schwer zu sagen für den jungen Mann. Aber die Informationen sollten sie auf alle Fälle überprüfen.
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  15. #45
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    " ... ... ... ... "

    Eine kurze Weile stand der Mann nur mit einem' unlesbaren, stillen Blick da, der ihn nicht gerade weniger düster aussehen ließ in Verbindung mit seiner Kapuze.
    Noch immer ließen ihn seine Augen auch recht blind aussehen. Nun, nicht das er nicht verstehen könnte, warum ihm zu vertrauen sicherlich schwierig sein kann.


    " Ich habe nicht behauptet, ein Magier zu sein... ... ... lediglich, das ich über Magie gebieten kann...
    ... wenn auch in einem' sehr begrenzten Rahmen, muss ich zugeben... ... !"
    sagte der Mann mit einer kurzen Pause.
    Was er als nächstes sagen sollte, würde den Gedanken und Verdacht bestätigen, den so manch einer jetzt sicherlich gerade hegen würde.


    " Man hat es mir nicht erlaubt, ein Magier zu werden ... ... ... hatte man nie.
    Stattdessen... ... hatte ich... ... mir in der Vergangenheit, Magie... ... naja, sagen wir: "Unerlaubt" angeeignet. Das Wissen um sie - und: Wie man welche zu wirken in der Lage ist... ... !"
    sagte der Mann - damit den vielleicht schon unausgesprochenen Verdacht bestätigt, das er das ist, was man einen Magie- oder "Zauber-Dieb" nennt.

    Eine unerlaubt Magierkundige Person, die weder von den Kirin Tor, noch dem violetten Auge - noch von irgendwem', die Erlaubnis und das Vertrauen bekommen hat, einfach arkane Mächte studieren und wirken zu dürfen.


    Es gibt diese Vorgehensweise aus den unterschiedlichsten Gründen - doch trotzdem sind diese als kriminell eingestuften Leute erstaunlich unbekannt bei den Einwohnern der östlichen Königreiche.
    Auffälliges, früheres Verhalten, von wo aus Verdacht ausgehen kann, das eine Person besonders boshaftig, egoistisch und machtgierig handeln kann - oder Dinge, aus denen man Motive für aufrührerisches Verhalten auf zum Beispiel politischer Ebene oder dergleichen unterstellen kann,


    manchmal werden Personen einfach "abgelehnt", das man sie zu vollständigen Magiern arkaner Kräfte ausbildet.

    Wenn sie es dann doch tun - und sich gegen die Erlaubnis der Behörden magische Kräfte aneignen, werden sie für gewöhnlich schon gleich mit den schwersten Dieben, Räubern, Mördern oder sonstigen Kriminellen auf eine Stufe gebracht, weil sie sich große Macht ohne vorherige Erlaubnis aneignen wollten - und für gewöhnlich werden sie langjährig oder lebenslänglich in Verließe wie beispielsweise das in Sturmwind gesteckt und bleiben dort eingesperrt.


    Dieser Mann riskierte ganz offensichtlich so einiges, indem er diesen Leuten vor sich dieses Wissen anvertraut, welches ohne Zweifel lange Zeit sein Geheimnis gewesen sein muss.


    " ... wenn Ich der Täter wäre, würde ich mich Euch garantiert niemals zeigen, oder gar als Wissender innerhalb dieser Mordfälle offenbaren... ... !" sagte der Mann, weiterhin mit einer auffallenden, erstaunlichen Ruhe und Gelassenheit in seiner Stimme.

    Man hätte ihn vielleicht für überheblich halten können, doch selbst dafür klang seine Stimme irgendwie noch zu "passiv" ... ... und freundlich.
    Es könnte alles Täuschung und Plan eines intelligenten, ausgeklügelten Plan's sein - doch seine ganze Ausstrahlung schien merkhaft zu unscheinbar und harmlos. Keine Spur großer Macht, die als Bedrohung eingestuft werden könnte, ging von ihm aus...


    ... ... wenn dieser Mann sie alle hinter's Licht zu führen versucht, musste er auf jeden Fall einer der besten Schauspieler aller Zeiten sein.



    Der Mann wandte sich wieder dem anderen, jüngeren Burschen zu - der ein paar interessante Worte von sich gab. Nun, man musste ihm eingestehen, das er ziemlich gute, logische Schlussfolgerungen aussprach - doch in seiner unausgesprochenen Neugier war nichts, was man nicht beantworten konnte...


    " ... ... die Städte und Länder im Süden der östlichen Königreiche sind anders, als die im Norden... ... ... hier ist es viel friedlicher als im Norden - wo der Konflikt mit der Horde Informationen in's militärische Licht rückt...

    ... dort werden Morde schnell vermutet als einfache Gräultaten der Gegenseite,
    zudem sprechen sich "Morde" dort auch nicht so schnell herum, weil die ganze Mentalität zurecht auf den Feind und die Aufmerksamkeit auf diesen gerichtet ist... ...


    Und: Zuguterletzt ist die Mordserie erst seit höchstens über einem' Monat in den Ländern tief südlich von der Thandol Spange angekommen, die den Kontinent in Zwei Hälften trennt...

    Es waren gut eine handvoll solcher 'Ritualmorde' ... ... doch in letzter Zeit waren sie mit erstaunlicher Geschwindigkeit, verübt worden...
    ... ... wie ich schon sagte: Ich habe die Vorkommnisse mit Informationen und Datum in diesem' Buch festgehalten. "
    sagte Er - und tippte mit den Fingern noch einmal betonend' auf das Buch in seinen Händen.

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